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Ganz kurz gesagt, ein Trauma ist eine Erfahrung, die soweit ausserhalb des üblichen Erfahrungshorizont und des zu Erwartenden steht, dass sie die Psyche in der Regel vollkommen überfordert. Somit ist auch klar, ein Trauma muss nicht folgerichtig immer eine Gewalterfahrung sein. Vom Prinzip kann das jede Situation sein, auf die man in dem Moment so absolut nicht vorbereitet war.
Die Liste mit den möglichen Folgen einer traumatischen Erfahrung ist sehr individuell und auch lang; dies können z.B. Schlaflosigkeit, Alpträume, Suchtverhalten und Zwangsstörungen, usw. sein. Diese Reaktionen sind in der ersten Schockphase, also direkt nach dem Erlebnis und auch die darauf folgenden 2-3 Wochen normale Reaktionen. Erst wenn diese Probleme länger anhalten, spricht man von einer post-traumatischen Belastungsstörung (PTBS).
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In einer Gefahrensituation schüttet der Körper jede Menge Stresshormone aus. Der ganze Körper wird in Alarmbereitschaft gesetzt und das Gehirn abeitet anders als normal. Der Verstand wird quasi abgekoppelt und die Reaktionen werden vom Unterbewusstsein übernommen. Es werden mehr oder weniger instinktive Entscheidungen getroffen, mit überlegtem Denken hat das nicht mehr viel zu tun.
Wichtig ist zu wissen, dass diese Reaktionen ganz normale Reaktionen sind. Jeder Mensch, der schon mal in einen Autounfall oder ähnliches verwickelt war, wird das kennen. Man reagiert einfach nur noch, fühlt keine Schmerzen, steht neben sich, hat evtl. das Gefühl, alles läuft ganz langsam oder ganz schnell ab, ist unwirklich und man ist unbeteiligt daran.
Die Erinnerungen, die in solchen Situationen gebildet werden, unterscheiden sich von denen aus normalen Situationen, sie sind nicht gefiltert bezüglich Wichtigkeit oder Unwichtigkeit, häufig sehr gefühlsintensiv oder das genaue Gegenteil. Bilder werden oft wie Blitzbilder gespeichert und nicht unbedingt zeitlich geordnet. Gefühle, Bilder und andere Sinneseindrücke werden ohne Zusammenhang als Erinnerungen gebildet, die Verknüpfung zum Sprachzentrum ist meist nicht vorhanden. Diese Erinnerungen sind für den Verstand nicht so ohne weiteres abrufbar, da sie in anderen Teilen angelegt sind. Daher können sich Traumatisierte auch sehr oft nicht, oder nur sehr bruchstückhaft, an das Geschehene erinnern.
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Wenn man in ähnliche Situationen wie beim Trauma gerät, werden die Erinnerungen im Gedächtnis wieder abgerufen. Dies kann z.B. durch einen Auslöser (Trigger) geschehen. Was dann geschieht, wird auch Flashback genannt. Der Trigger signalisiert dem Unterbewusstsein quasi „Gefahr - diese Situation kennst du bereits“ und die Erinnerungen werden abgerufen. Dieses Wiedererinnern hat sehr häuftig Wiedererlebenscharakter, für den Traumatisierten ist es so, als würde die gleiche Situation wieder passieren. Solche Wiederholungen können auch dutzende oder hunderte Male auftreten, ohne dass es zu einer sichtbaren Verbesserung oder Verarbeitung kommt.
Daher sollten Flashbacks auch in der Therapie unbedingt vermieden werden. Ziel einer Trauma-Verarbeitung sollte sein, die Blockade zwischen den Gehirnteilen aufzuheben und zu einer angemessenen Bewertung der traumatischen Ereignisse zu gelangen.
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(moony)